Allgäuer Dreieck

Das Allgäuer Dreieck liegt hauptsächlich im Naturpark Nagelfluhkette. Es wird gebildet aus der Nagelfluhkette, der Hörnergruppe und der Verbindung vom Riedberger Horn zur Brunnenauscharte.

Welche Route genau gelaufen werden muss, damit das Dreieck als erledigt bezeichnet werden kann, konnte ich bis heute noch nicht herausfinden. Meiner Meinung nach ist es aber besonders wichtig möglichst viele Gipfel auf der Runde zu erklimmen und die Dreiecksform gut einzuhalten.

Da wir Wanderer sind und das ganze natürlich mit fairen Mitteln angehen wollen, sollten wir auch den Einstieg in das Dreieck zu Fuß bewältigen. Was bietet sich da besseres an als in Immenstadt zu starten?

Dieser Logik folgend ergibt sich eine Tour von 50 - 55 km Länge und ca. 3709 Höhenmetern im Anstieg. Sie muss innerhalb von 24 Stunden bewältigt werden.

Folgende Gipfel werden im Uhrzeigersinn abgehackt: Mittag - Bärenkopf - Ofterschwanger Horn - Rangiswanger Horn - Weiherkopf - Großer Ochsenkopf - Riedberger Horn - Grauer Stein - Dreifahnenkopf (evtl. Umgehung wegen Schutzgebiet) - Höllritzereck - Bleicherhorn - Siplingerkopf - Heidenkopf - Gelchenwanger Kopf - Rindalphorn - Gündleskopf - Buralpkopf - Sederer Stuiben - Stuiben - Steinköpfle - Steineberg - Bärenkopf - Mittag

Als Teststrecke stieg ich von Immenstadt zum Mittag auf. Von dort wanderte ich hinüber zum Bärenkopf. Über die Vordere Krumbach-Alpe und die Dürrehorn-Alpe gelangte ich hinab ins Gunzesrieder Tal nach Gunzesried Säge. Nach der Durchquerung des Ostertaler Tobels stand das Ofterschwanger Horn an.

Am Gipfel angelangt wurde mir klar, dass meine momentane Dauergeschwindigkeit nicht geeignet wäre, um bei Tageslicht annähernd wieder den Mittag zu erreichen. Ich würde im Dunkeln irgendwo auf der Nagelfluhkette stranden und das wollte ich gerne vermeiden.

Sollte es einen neuen Versuch geben, so muss ich am Anfang schon sehr viel Strecke im Dunkeln laufen, um genügend Reserven für die anspruchsvolleren Abschnitte zur Verfügung zu haben.

So entscheide ich mich für die Erkundung eines ehemaligen Wanderweges hinab ins Tal. In Sigiswang angelangt querte ich entlang des Golfplatzes hinüber zum Tiefenberger Moos und weiter nach Tiefenberg. Hinter der B19 stieg ich zur Iller hinab. Auf der anderen Seite erreichte ich in wenigen Minuten Altstädten. Von dort fuhr ich mit einem Regionalzug zurück nach Immenstadt.