Durch den Haldertobel zum Steineberg

18,4 km und 1141 Höhenmeter in 7 bis 8 Stunden waren für mich eine wunderschöne Wanderung im Hochsommer. Von der Temperatur her hätte es gerne noch etwas kühler sein dürfen. Mit genügend Getränk und Proviant war die Tour aber für mein momentanes Fitnesslevel sehr gut zu bewältigen. Von Immenstadt wanderte ich hinüber in den Haltertobel und hinauf nach Gunzesried. Von dort stieg ich zum Steineberg auf. Über Bärenköpfle und Mittag gelangte ich zurück in die Stadt.

Ich wanderte zu den Wiesen bei der Mittagbahn Talstation hinauf. Dort hielt ich mich links. Über das Teersträßchen erreichte ich in wenigen Minuten die Riederalp. Am Nordrand des Geländes lief ich auf dem Wanderweg weiter. Nach zahlreichen Treppenstufen war ich unten bei den Ausläufern von Neumummen. Dort überquerte ich den kleinen Bach. Dem Steig aufwärts folgend erreichte ich nach einer Wiese die Straße nach Schwanden. Ich durchwanderte das Örtchen.

Auf halber Strecke nach Ettensberg bog ich südwärts ab. Ich durchlief die kleine Ebene und stieg anschließend zur Straße nach Gunzesried auf. Dieser folgte ich aufwärts bis zur Brotzeithütte. Wenige Meter später konnte ich links, vorbei an der Materialseilbahn, in den Haldertobel zum Stausee abtauchen.

Ich folgte der Gunzesrieder Ache durch den mit zahlreichen Nagelfluhgeblöcken durchsetzten Tobel immer weiter westwärts. An einigen Stellen hielt ich an, um ausgiebig zu fotografieren. Obwohl ich hier öfter unterwegs bin, ist es jedes mal ein herrliches Erlebnis. An einigen Stellen ist die Ache sehr eng, oder stark verblockt, sodass sich das Wasser tosend seinen Weg ins Tal sucht. Am oberen Einstieg ist Gunzesried nicht mehr weit.

Ich verließ den Bach und durchwanderte entlang der Talstraße den Ort. Beim Goldenen Kreuz hieß es für mich langsam den Aufstieg zum Steineberg in Angriff zu nehmen. Ich bog bergabwärts ab. Rechtshaltend erreichte ich den letzten Hof, hinter dem ich eine länger Pause einlegte. Ich stärkte mich mit einem kräftigen Schluck aus meiner Wasserflasche. Jetzt konnten die weiteren Steigungen beginnen.

Durch Wiesen, Waldstücke und vorbei an der so mancher Kuhherde, wanderte ich über die Hohlgasse hinauf zur Dürrehorn-Alpe. Dabei brauchte ich nur den Wegweisern zum Steineberg zu folgen. Wenige Kehren oberhalb zweigte ein Alpweg nach Osten ab. Diesem folgte ich.

Immer weiter wand sich der Weg durch das Steile Gelände empor zu den Wiesen bei der Unterkirche-Alpe. Von hier ging es auf einem sehr aussichtsreichen Steig weiter aufwärts. Ich passierte die Grathöfle-Alpe. Endlich stand ich am Kreuz auf dem Steineberg. Die Aussicht von hier oben lohnt jedes mal die Aufstiegsmühen.

Ich genoss die herrliche Aussicht. Mein Ziel Immenstadt konnte ich von hier bereits tief unten ausmachen. Auch der weitere Wegverlauf zum Bärenköpfle war für mich recht gut einzusehen. Nach dem Eintrag ins Gipfelbuch und der verdienten Rast, kletterte ich vorsichtig die Leiter hinunter. Unten angekommen bestaunte ich noch kurz die Nagelfluhfelsen, bevor ich mich auf den Abstieg begab.

Entlang des Grates überwand ich zügig die zahlreichen Stufen in die Senke vor dem Bärenköpfle. Bei dessen Gipfelkreuz warf ich einen Blick zurück zum Steineberg. Danach folgte ich dem breit ausgebauten Weg, der auch im Winter gewalzt wird, hinüber zum Mittag. Nach dem obligatorischen Blick ins Alpenvorland setzte ich meinen Abstieg fort. Über Schwandner-Alpe und Mittag-Alpe erreichte ich die Mittelstation der Sesselbahn. Die Serpentinen des Fahrweges konnte ich hinab zur Hochried-Alpe meist über einen Steig abkürzen bzw. umgehen. Dahinter waren es nur noch wenige Minuten bis zur Talstation. Von dort wanderte ich zurück in die Stadt.