Schneesturm am Immenstädter Horn

Heute war ich am frühen Nachmittag zum Einkaufen in der Stadt. Dabei überlegte ich, wie ich noch meinen Bedarf an Bewegung in der Natur stillen könnte. Da es bereits gegen Mittag geregnet hatte und der Wetterbericht recht gut aussah, entschied ich mich für eine Wanderung auf das Immenstädter Horn.

Im Anstieg zur Kanzel begann sich der Himmel einzutrüben. Es tröpfelte leicht. Als ich oben den Tiefblick genießen wollte, war ein starker Regenschauer über der Stadt aufgezogen. Ich wollte mich diesem aber nicht geschlagen geben. Daher packte ich den Regenschirm aus. Dem Rucksack spendierte ich die Regenhülle. Danach stieg ich weiter bergauf.

Immer mehr Schneeflocken mischten sich unter den Regen. Anhand der sich bewegenden Baumwipfel vermutete ich einen kräftigen Wind am Gipfel und auf der Westseite des Berges.

Als ich oben angekommen war, fegte ein ordentlicher Schneesturm über die Wiesen und durch die Bäume. Schnell lief ich zum Kreuz und schlug an. Danach flüchtete ich in den Windschatten der Hütte, um dort meine Kamera für ein paar Sturmfotos auspacken zu können.

Es fühlte sich alles sehr Kühl und ungemütlich an. Ich packte mich in die dicke Jacke, schnürte den Rucksack und pirschte nach Westen hinab. Weiter unten im Wald bemerkte ich, dass mir die Regenhülle verloren gegangen war. So musste ich noch einmal zum Gipfel zurück, wo ich sie zum Glück an einem Zaun wieder fand.

Während ich vorsichtig zur Alpe Kessel hinunter stieg, begann der Schneesturm nachzulassen und die Wolken aufzureißen. So konnte ich noch die herrliche Abendstimmung über dem Konstanzer Tal mit der Kamera einfangen.

Ich war froh, als ich schließlich bei der Rebennest-Alpe angelangt war, denn nun hatte ich den schwierigsten Teil der Tour hinter mir gelassen. Es folgte eine sehr beschauliche Abendwanderung hinunter nach Rieder und weiter nach Bühl. Von dort nutzte ich den Badeweg hinein nach Immenstadt.