Urlaub in Wernigerode

Wernigerode ist eine historische Stadt am Harz. Sie ist besonders durch die Harzer Schmalspurbahn bekannt geworden. Die meisten Züge werde noch mit Dampfloks bespannt, die hier stationiert sind. Eine Fahrt hinauf zum Brocken zählt zu den besonderen Leckerbissen.

Darüber hinaus sind die Schmucke Altstadt, das Schloss, der Miniaturenpark und das Luftfahrtmuseum einen Besuch wert. Rund um die Stadt erstreckt sich ein weitläufiges Wanderwegenetz.

Wernigerode ist mit dem Zug gut erreichbar. Wir treffen uns in Nürnberg am Bahnhof. Über die Schnellfahrstrecke gelangten wir nach Halle an der Saale. Von dort brachte uns ein Regionalzug über Aschersleben und Halberstadt ans Ziel.

Freitag 26.07.2019 Ankunft in Wernigerode

Nach der Ankunft in Wernigerode bezogen wir unsere Ferienwohnung. Anschließend liefen wir zum einzigen Supermarkt in der Altstadt, um uns für das Wochenende einzudecken. Abends kochten wir Nudeln und unternahmen einen kleinen Rundgang durch die schmucken Gassen der Altstadt. Ein erster Kontakt mit der Schmalspurbahn stand am Westerntor an.

Samstag 27.07.2019 Brocken

Um 08:30 Uhr standen wir am Schmalschpurbahnhof neben dem Bahnhof und kauften unsere Fahrkarten hinauf zum Brocken. Bevor unser Dampfzug gegen 08:55 Uhr abfuhr, blieb uns genügend Zeit von der Aussichtsplattform das Treiben im Bahnbetriebswerk zu beobachten, wo die Dampfloks über Nacht eingestellt waren.

Zunächst umfuhr der Zug die Altstadt. Beim Westerntor stand eine markante Straßenkreuzung an, bei der das Läutewerk der Dampflok zum Einsatz kam. Bis zum Bahnhof Hasserode blieb die Strecke relativ eben. Dahinter begann der Anstieg über die Steinerne Renne hinauf zum Bahnhof Drei Annen Hohne.

Nachdem die Wasservorräte aufgefüllt waren, ging es weiter in Richtung Brocken. Zeitweise lichtete sich der Wald und wir hatten von der Plattform unseres Wagens eine wunderschöne Aussicht. Wir waren nun im Nationalpark Harz angekommen. Die Dampflok verlangte dem Heizer unermüdliches Schaufeln ab. Hinter dem Bahnhof Schirke wand sich die Strecke um den Brocken herum zum Ziel.

Nach der Ankunft am Gipfelbahnhof erkundeten wir das Gelände mit seiner verschiedenen Gebäuden, wie Brockenhaus und Wetterstation. Wir genossen den Rundblick in die Umgebung. Da ein steifer Wind um den Gipfel wehte, begannen  wir recht bald den 16 km langen Abstieg zum Westerntor in Wernigerode.

Auf der Brockenstraße liefen wir hinab bis zur ersten Rastmöglichkeit bei der Knochenbrecherkurve. Dort verzehrten wir den ersten Teil unserer Verpflegung. Danach querten wir die Bahnlinie und gelangten gemühtlich auf der breiten Straße hinüber zur Ilsenburger Kurve. Unterwegs begegneten uns zahlreiche Wanderer, Mountainbiker und Rennradfahrer.

Bei der Ilsenburger Kurve verließen wir endlich die Brockenstraße. Nach wenigen Minuten wurde unser Weg zu einem mit Felsen und Wurzeln durchsetzten Steig. Der Höllensteig brachte uns durch den Wald hinunter in die Hölle, einem moorigen Gelände. Dort bog der Weg scharf nach rechts ab. Kurz darauf erreichten wir wieder einen Forstweg.

Nordwestwärts liefen wir zum Hanneckenbruch. Wir bogen rechts ab und waren kurz darauf am Waldgasthaus Steinerne Renne. Nach einer verdienten Rast verließen wir das Gelände nach Nordwesten. Wir folgten der Bielsteinchaussee nordwärts. Nach der Linkskurve konnten wir auf einem schmalen Wanderweg in das Tal der Kleinen Renne absteigen. Diese mündete bald in die Holtemme entlang derer wir hinab zum Bahnhof Steinerne Renne wanderten.

Wir folgten nun dem rechten Talrand bis zu den ersten Häusern von Hasserode, wo wir nach links auf die Bielsteinchaussee wechselten. Ab dem Bahnhof Hasserode folgten wir der Bahnlinie hinein nach Wernigerode zum Westerntor. Dabei hielten wir uns meist auf der Ostseite der Gleise.

Über die Burgmühlenstraße, die Triangel, den Wüstenteich, die Kirchstraße, einen Fußweg und die Straße An der Malzmühle erreichen wir die Altstadt. Nach wenigen Minuten waren wir zurück bei unserer Unterkunft.

Nach einem Ruhepause in der Ferienwohnung genossen wir ein leckeres Abendessen in der alten Brennerei. Zeitig fielen wir danach in den wohlverdienten Schlaf.

Sonntag 28.07.2019 Kaiserturm und Schloss

Nach dem wir gemütlich ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, ging es erneut zum Westerntor. Von dort wanderten wir nach Südwesten über die Salzbergstraße, Die Winde und den Herrmann-Löns-Weg zum Hermann Löns Denkmal. Von hier bot sich ein schöner Blick über das Hasserode.

Hier hielten wir uns nach links und gelangten durch den Wald in einem weiten Bogen zur Martabuche. Auf dem Teersträßchen wanderten wir bergauf, bis wir links zum Kaiserturm abbiegen konnten. Von oben wanderte unser Blick in den Harz hinein zum Brocken, sowie ins flache Vorland. Anschließend ging es nach Osten weiter zum Skilift im Zwölfmorgental.

Am Waldrand stiegen wir ins Tal hinab und anschließend hinauf zur Harburg. Von einer Aussichtsplattform hatten wir bereits das Schloss vor Augen, unser nächstes Ziel. Doch zunächst liefen wir den Wanderweg hinab nach Nöschenrode, bevor wir hinter dem Friedhof die wenigen Höhenmeter zur Burg erklimmen konnten.

Nach einem Blick über die Stadt und einem Getränk bei den Schlossterassen folgten wir den Treppenstufen hinab zum Lustgarten, querten diesen und waren in wenigen Minuten wieder zurück in der Unterkunft.

Abends kochten wir uns Reis mit Gemüse. Danach unternahmen wir einen weiteren Ausflug zur Aussichtsplattform im Schmalspurbahnhof, um noch einmal das Treiben dort unter die Lupe zu nehmen.

Montag 29.07.2019 Luftfahrtmuseum

Da das Wetter heute regnerisch startete, besuchten wir das Luftfahrtmuseum. Dort gab es eine Vielzahl an Flugzeugen und Hubschraubern zu bestaunen. Das neueste und größte Exponat stellte eine Transall dar, die auf dem Dach des Gebäudes gelandet war.

Im Bahnhof Westerntor holten wir uns die tägliche Brise Dampfzug. Zu Mittag genossen wir eine Bockwurst im Brunnenhof. Abends gab es zu Hause Brotzeit, bevor wir das schiefste und das kleinste Haus besichtigten.

Dienstag 30.07.2019 Möchsbuche

Heute folgte der letzte Wandertag. Wieder starteten wir am Westerntor, wo wir nach der Durchfahrt eines Dampfzuges durch die Friedrichstraße zum Mönchstieg gelangten. Dieser mündete später in die Straße Unterm Ratskopf. Von hier führte eine Steile Treppe hinauf in den Wald am Ratskopf. Über die Kakemieke und den Weinberg wanderten wir hinüber zum Utschenteich.

Nach wenigen Minuten waren wir am unteren Ende des Muhlstieg angekommen. Diesen stiegen wir hinauf zum Pahnberg. Nach Südwesten gelangten wir über die Berliner Bank zur Mönchsbuche. Nach einer kleinen Rast folgten wir dem Bürgermeister Stieg zum Wernigeröder Fenster. Kurz darauf konnten wir den Forstweg verlassen und über einen schmalen Pfad zur Steinernen Renne absteigen. Zunächst über die Bielsteinchaussee, später auf einem gemütlichen Wanderweg, gelangten wir am nordwestlichen Talrand hinüber zur Jugendherberge Am Eichberg.

Entlang der Holtemme wanderten wir zurück zur Altstadt. Dort kauften wir uns eine kleine Ration Schierker Feuerstein, bevor wir zurück in die Unterkunft gingen. Abends aßen wir im Kartoffelhaus.

Mittwoch 31.07.2019 Heimreise

Nach dem Frühstück übergaben wir die Wohnungsschlüssel. Anschließend liefen wir zum Bahnhof und traten die Heimreise an. In Coburg musste unser ICE leider etwas länger halten, da sich eine Person beim Ausstieg verletzt hatte. Nach Schienenersatzverkehr zwischen Geltendorf und Buchloe gelangte ich am Abend wieder in die Heimat zurück.