Von Alpe zu Alpe

Heute ließ ich mich bei wunderschönem Wetter nicht hetzen und schlenderte von Alpe zu Alpe, sowie zu einem Wasserfall. In 5 Stunden legte ich 13 km und 633 Höhenmeter zurück.

Von der Innenstadt lief ich durch die Mittagstraße zur Mittagbahn Talstation. Unterhalb des Stationsgebäudes wanderte ich über den Parklatz. Unter mir lag die Firma Monta. Kurz darauf zweigte bergan der Steig zur Alpe Hochried ab. Vorbei an der Wasserleitung, stieg ich über zahlreiche Treppenstufen zur ihr hinauf.

Eben schlenderte ich nun die ersten Meter in das Steigbachtal hinein. Ich hielt mich bergab, querte den Bach und war kurz darauf bei der Hölzernen Kapelle. Taleinwärts folgte ich dem Sträßchen hinauf zu einem mächtigen Wegkreuz. Dort bog ich nach rechts ab. Nach etlichen Serpentinen und Kurven des Forstweges ereichte ich zunächst die Abzweigung zur Wildengund-Alpe. Hier blieb ich geradeaus. Weiter oben führte ein unscheinbarer alter Forstweg steil bergwärts von diesem  weg. Ich folgte ihm. Leider mündete er nach wenigen Minuten auf eine neu in den Wald geschlagene Trasse, die den alten Verlauf zerstört hat. Somit musste ich mich mit einer häßlichen Passage zufrieden geben.

Endlich erreichte ich den Waldrand. Der Blick weitete sich. In der Ferne lag die Alpe Alp. Durch das verschneite Hochtal stieg ich zu ihr hinauf. Der glatte Schnee lies mein Gehen sehr beschwerlich werden. Die Alpe liegt direkt auf einem kleine Sattel. Nordostwärts wanderte ich durch herrliche Landschaft hinunter zur Alpe Kessel. Auch bis hier hat der neu angelegte Weg die Romantik der Tour deutlich geschmälert.

Über mehrere Geländestufen führte der Wanderweg hinunter zur Rabennest-Alpe. Immer wieder boten sich malerische Blicke auf das Bächlein, das sich mal eben dahinschlängelte, oder über Felsstufen hinabrauschte. In einem weiten Bogen schließlich stieg ich in das weite Rund zwischen Immenstädter und Gschwender Horn hinab. Hinter der Alpe bog ich links ab, denn es durfte ein Besuch der urigen und ältesten Alpe Immenstadt nicht fehlen. Das Gebäude der Gschwenderberg-Alpe ist noch fast im Originalzustand erhalten.

Bei der Gschwenderberg-Alpe tauchte ich nach Nordosten in den Wald ein. Ein herrlicher Mix aus Weideflächen, einzelstehenden Bäumen und kleinen Waldpassagen begleitete mich zur nächsten Abzweigung und linkshaltend nach Gschwend. Vorbei am Schullandheim lief ich rechts zum Parkplatz. Ich querte diesen. Dahinter stieg ich hinab zum Gschwender Wasserfall. Dieser ist bei langen Trockenperioden nicht mehr sehenswert, seit für ein Kraftwerk oberhalb das Wasser entnommen wird.

Zurück vom Wasserfallabstecher wanderte ich, mit zahlreichen Blicken hinunter auf den Großen Alpsee, nach Rieder hinein. Von dort nutzte ich nicht die Straße, sondern den wesentlich reizvolleren Ergelweg hinunter nach Bühl. Kurz vor der Bundesstraße verließ ich die Rieder Steige. Durch die Karl-Hirnbein Straße und die Straße Am Winkelbach gelangte ich zum Parkplatz bei der Villa Alpstein. Entlang der Bundesstraße lief ich vorbei am Kunertgelände zurück nach Immenstadt.