Von Immenstadt westlich des Illertales nach Oberstdorf

Auf 26,6 km, mit 1066 Höhenmetern, erlebte ich heute Allgäu pur. Herrliche Tobel, liebliche Wiesen und schmucke kleine Dörfer warteten darauf von mir entdeckt zu werden. Dabei eröffneten sich immer wieder Ausblicke in die verschneite Bergwelt ringsum.

Ich lief hinauf zur Talstation der Mittagbahn und weiter zur Riederalp. Dort umrundete ich das Gelände auf dem Wanderweg. Über zahlreiche Stufen gelangte hinuter zur Bachbrücke oberhalb von Neumummen. Ich querte und befand mich sodann im Anstieg nach Schwanden.

Mein Blick weitete sich über das Illertal. Hinter dem nächsten Hof erreichte ich über eine Wiese das Sträßchen in den Ort. Ich passierte die Kapelle. Auf halber Strecke nach Ettensberg bog ich links ab. Ich wanderte durch die Koppeln. Hinter dem nächsten Waldstück folgte ich der Straße hinauf zur Bildkapelle.

Danach erreichte ich das Brotzeit Stüble. Wenig Später bog ich links zur Materialseilbahn ab. Über einen Serpentinensteig konnte ich hinunter zum Stausee im Haldertobel gelangen. Flussaufwärts folgte ich dem Tal. Hinter dem Stausee wechselten sich einige Engstellen mit ruhigeren Passagen ab. Immer wieder bestaunte ich die zahlreichen Nagelfluhblöcke. Hier könnte ich mich stundenlang aufhalten und alles aus den verschiedensten Perspektiven fotografieren. Ich musste aber weiter. Bei der zweiten Brücke verließ ich den Tobel nach Süden.

Hinter der Wiese lief ich ein Stück an der Straße ins Gunzesrieder Tal aufwärts, bis zum Abzweig Allgäuer Berghof. Ein paar Serpentinen folgte ich dem Fahrweg. Bei einem Hof strebte ich schließlich durch Wiesen und mooriges Gelände dem Wald zu. An der nächsten Wegkreuzung hielt ich mich geradeaus. Ich erreichte die Hänge oberhalb von Hüttenberg.

Ich schwenkte auf den Höhenweg nach Ofterschwang ein. Der Wechsel von Wiesen, Waldstücken und Ausblicken in die Bergwelt war für mich ein sehr kurzweiliges Schauspiel. Auf meiner letzten Tour hatte ich mir meinen linken großen Zeh etwas angeschlagen. Darum nutzte ich heute einfachere Schuhe. Diese hatten ein geringeres Profil und waren rutschiger. Das führte dazu, dass ich mich auf einer wasserdurchtrtänkten Wiese auf den Boden legte.

In Ofterschwang angekommen wanderte ich am Eisladen vorbei und bog nach rechts in den Panoramaweg ein. Ich folgte der Beschilderung nach Bolsterlang. Oberhalb von Sigiswang querte ich bei einem Hof eine Wiese. Hier leiteten mich nur kleine angebrachte Zettel hinab. Wieder auf einem Teerweg gelangte ich südwärts zum nächsten Haus. Obwohl dort jegliche Wegweiser fehlten lief ich rechts in den alten Forstweg hinein. Ich gelangte hinauf zu einer Bachbrück. Auf der anderen Seite verließ ich den Wald und lief auf Kierwang zu. Am Westrand streifte ich den Ort. Ich folgte dem Auf und Ab des Fußweges bis zur Talstation der Hörnerbahn bei Bolsterlang.

Nach dem Parkplatz begann das Gelände wieder anzusteigen. Ich wanderte unter dem Dorflift hindurch. Kurz darauf verließ ich den Anstieg zum Sonderdorfer Kreuz. Hier war bereits Obermaiselstein angeschrieben. Nur leicht fallend schländerte ich an den Hängen entlang hinüber zur Bolgenach. Am Rande des Tales stieg ich hinunter zum Ort.

Über die Holzbrücke querte ich die Weiler Ach und gleich darauf die Straße zum Riedbergpass. In kleinen Serpentinen wanderte ich hinauf an den Westrand der Häuser. Rechts und gleich wieder links lief ich weiter auf der Anhöhe mit grandioser Aussicht über das Illertal. Nach zwei ausgedehnten Kurven hielt ich mich in südlicher Richtung zum Wildpark. Kurz davor nutzte ich den Fußweg hinab zum Parkplatz bei der Sturmannshöhle.

In südlicher Richtung tauchte ich in den Wald ein. Hier im Schatten lag noch deutlich mehr Schnee. Nach wenigen Metern gelangte ich auf den Sagenweg. Diesem folgte ich nach Osten zum Hirschsprung. Einst soll hier ein Hirsch über die Felsen den Taleinschnitt übersprungen haben. Ich durchschritt die Engstelle und wanderte weiter entlang der Straße, bis ich links auf den Fußweg nach Tiefenbach ausweichen konnte.

In der Ferne glitzerten die schneebedeckten Gipfel. Ich freute mich darüber, nach der Talenge, endlich wieder in der Sonne angekommen zu sein. Bei der Ortsmitte stieß ich erneut auf die Hauptstraße. Auf der Südseite von Tiefenbach wird es wieder sehr eng. Zunächst musste ich erneut der Straße folgen. Ich konnte aber wieder für ein kurzes Stück einen Weg an der linken Flussseite als Alternative wählen. An der Kreuzung in Weidach hielt ich mich geradeaus. Nach wenigen Metern bog ich nach Osten zur Breitachbrücke ab.

Linkshaltend lief ich hinter der Brücke den letzten Anstieg des Tages nach Reute hinauf. Im Abendlicht leuchteten die Feuchtwiesen besonders intensiv. Beim Hotel querte  ich die Walserstraße und gelangte hinunter in den Oberstdorfer Talkessel. Nach der Stillachstraße ließ ich die Wanderung durch die Weststraße eben ausklingen. Im Ortskern angekommen folgte ich der Hauptstraße zum Bahnhof und nutzte einen Regionalzug zurück nach Hause.