Von Oberstaufen hinunter an den Bodensee

Auf 42,5 km Länge wanderte ich heute von Oberstaufen hinunter an den Bodensee. Wer aber glaubt es ginge hier immer nur bergab, der kennt das hügelige Gelände des Westallgäus nicht. Ich musste unterwegs 762 m Anstiege bewältigen. Der Tag war leider mit Hochnebel vom allerfeinsten gesegnet. Erst rund um Lindau wurde es dann sonniger und der Nebel lichtete sich. Totz allem ist die Strecke äußerst attraktiv.

Vom Bahnhof lief ich ein Stück nach Norden zum Bahnübergang. Dort bog ich links in die Bahnhofstrraße ein. An der Kirche vorbei wanderte ich durch die Hugo-von-Königsegg-Straße nach Westen. Durch die Schloßstraße erreichte ich den Waldrand. Hier begann der Kreuzweg hinauf zur Kalvarienbergkapelle. Am Tobel angekommen hielt ich mich an dessen Südseite und querte ihn erst am Waldrand. Hinter der Alpe am Stießberg stieg ich nach links über den Wanderweg steil bergan. Ich folgte dem Verlauf der Wandertrilogie durch den Wald hinauf zum Kapf. Dort bot sich ein wunderschöner Blick hinab ins Weißachtal.

Vorbei am Berghof Paradies wanderte ich weiter nach Westen hinab zur Bundesstraße. Auf der anderen Seite querte ich die Senke und stieg nach Hinterreute hinauf.

Ich lief hinunter nach Gschwend. Am Gegenhang war bereits Irsengung, ein Ortsteil von Oberreute zu sehen. Beim letzten Hof verließ ich das Sträßchen. Durch die Wiesen erreichte ich den Wald. Nach wenigen Metern querte ich einen Bach. Auf der anderen Seite begann der Anstieg nach Irsengund.

Durch den oberen Teil der Häuser wanderte ich nordwärts Richtung Oberreute. Am Ende von Irsengund nutzte ich dem Wiesenweg hinüber zum Skilift und zum Freibad.

Beim Sportplatz folgte ich dem Fußweg nach Norden zur Hirschbergstraße. Hier lief ich links und gleich wieder rechts. Durch den Kurpark, vorbei am Trilogieplatz und der Kirche, war ich kurz darauf beim Rathaus und dem Dorfladen. Hinter dem Skimuseum verließ ich den Ort nach Westen. Durch die Wiesen gelangte ich nach Unterrreute. Dort bog ich nach links ab. Auf der anderen Seite des Tobels lag der Hof Längene. Von hier wanderte ich hinein in die obere Hausbachklamm.

Die Hausbachklamm ist sehr reizvoll und abwechslungsreich. Ständig ändert sich die Anmutung des Flusses. Zunächst lieblich, wird er kurz darauf enger und reißender. Im Mittelteil der unteren Hausbachklamm gelangte ich zum Steilwandabschnitt. Dort wird der Weg auf Stegen geführt, da das Ufer ständigen Veränderungen unterworfen ist.

Entlang des Flusses gelangte ich hinein nach Weiler. Bei der St. Blasius Kirche überprüfte ich meine Zeitschätzung. Ich besuchte kurz das Kriegerdenkmal, bevor ich weiter dem Wasser folgte. Hinter einem ausgedehnten Firmengelände wechselte ich auf die andere Seite. Wenige Minuten später bog ich in Bremenried in die Scheidegger Straße ein.

Um nach Scheidegg zu gelangen, hatte ich zunächst einen erneuten Anstieg vor mir liegen. Durch eine abwechslungsreiche Landschaft gelangte ich zu den Fürstenhäusern, die ich links liegen ließ. Die Kapelle in Schalkenried hatte durch ihre moderne Ausführung eine ganz besondere Anmutung. In Ablers bog ich rechts ab. Hinter dem Klinikviertel war ich in Scheidegg angekommen.

Ich wanderte vorbei an der Volksschule hinunter zum Ortskern. Durch die Kirchstraße erreichte ich den Kirchplatz. Dahinter bei der Tourist-Info bog ich nach Norden in die Bräuhausstraße ein. Nach den letzten Häusern lief ich durch die Wiesen nach Bieslings hinunter. Linker Hand kam ich zum Waldrand und kurz darauf zum Parkplatz an den Scheidegger Wasserfällen. Da sie momentan geschlossen waren, musste ich nicht entscheiden, ob die Zeit für einen Besuch reichen würde. Ich blieb geradeaus. Auf der anderen Seite der Bundesstraße stieg ich den Ostkinberg hinauf. Von dort bot sich ein schöner Rückblick nach Scheidegg.

Unterhalb der Häuser folgte ich dem Fußweg westwärts. Kurz darauf brachte mich ein Teersrträßchen in gleicher Richtung nach Lötz. Auf einem Feldweg strebte ich der weithin sichtbaren Wendelinskapelle zu. Von hier oben sollte ein Blick zum Bodensee möglich sein, denn ich aber bei so einem Wetter leider nicht genießen konnte. Aus Zeitgründen ließ ich sie rechts liegen. Die Häuser von Kinberg querte ich nach Norden. Nach wenigen Minuten erreichte ich den Waldrand. Über eine Treppe konnte ich kurz darauf den Forstweg abkürzen. Ich verlor rasch an Höhe. Der Beschilderung des Jakobusweges folgend erreichte ich Adelberg. An der Kreuzung blieb ich geradeaus. Hinter einem weiteren Waldstück lag schon der Sportplatz von Niederstaufen.

An der Hauptstraße lief ich ein kleines Stück nach links entlang, bis ich nach Norden zur Leiblach schwenken konnte. Über Wiesen erreichte ich das Tal. Flussabwärts folgte ich der Leiblach durch herrliche Landschaft über die Knochenmühle zur Brücke der B308.

Ich wanderte neben der Bundesstraße dahin. Immer wieder bot sich ein Blick über das Tal nach Hohenweiler in Österreich. Oberhalb von Dornach verließ ich den straßenbegleitenden Weg. Durch einen Tobel gelangte ich hinüber nach Sigmarszell.

An der Kirche bog ich nach rechts ab. Wenige Minuten später stand ich wieder an der Bundesstraße, der ich nur für eine kleines Stück ausgewichen war. Ich wechselte auf die andere Seite nach Schlachters. Leider ist der Ort recht industrielastig, was immer nicht so attraktiv für den Wanderer ist. Kurz vor dem Bahnübergang zweigte ich zum Sportplatz ab. Immer mehr kam die Sonne zum Vorschein. Hinter dem Schlachtener Weiher querte ich die Autobahn. Rechtshaltend grüßte ich kurz die Bahnlinie. Nach einer längeren Waldpassage erreichte ich die Weißensberger Halde mit ihrer grandiosen Aussicht. Über dem Bodensee stand eine dunkle Wolke, die zusammen mit dem abendlichen Sonnenlich ein wundervolles Schauspiel bot.

Die letzten Kilometer zum Ziel waren angebrochen. Ich unterquerte die Bundesstraße. Südwärts wanderte ich nach Streitelsfingen. Hinter den Häusern bog ich in der Straßenkurve nach links ab. Ich genoss die Aussicht über Lindau bis zur Insel. Durch Obstplantagen erreichte ich die Bäuerlinshalde. Das Ziel, Lindau Insel, war bereits angeschrieben.

Vorbei an Steig lief ich nach Oberreutin. Nach der Kirche bog ich links ab. Über die Köchlinstraße und den Bleicheweg war ich bald unten an der Bregenzer Straße. Wegen Bauarbeiten an der Bahnunterführung musste ich einen kleinen Schlenker nach Westen unternehmen. Das hielt mich aber nicht davon ab endlich die Lindauer Insel zu erreichen. Ich durchquerte die Altstadt. Am Hafen genoß ich den Blick auf Leuchtturm und Löwen, bevor ich in einen Zug stieg und die Heimreise antrat.